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FAQ
Fragen, die mir öfter gestellt werden — beruflich wie privat.
PRO://Beruflich
›Wie bist du zur Softwareentwicklung gekommen?
Das war wie ein natürlicher Weg für mich. Ich bin schon früh in meiner Kindheit vor dem Atari meines Vaters gesessen und habe dort Pac-Man und Ballerburg gespielt. Später die ersten eigenen PCs zusammengebaut, um damit zu zocken und auf LAN-Partys zu gehen mit meinen Nerd-Kumpels. Das Beschäftigen mit Software und Bauen von Homepages hat mich dann letztlich zur Programmierung und dann zum Informatikstudium gebracht.
›Was macht ein Teamleiter Digital Development im Europa-Park eigentlich den ganzen Tag?
Hehe, gute Frage. Auf jeden Fall nicht Achterbahn fahren. Wie bei vermutlich vielen Seniors programmiere ich relativ wenig und sitze in vielen Terminen. Dazwischen versuche ich, mein Team bei allen möglichen Themen zu unterstützen. Vor allem natürlich personelle / organisatorische Themen sowie fachliche & strategische Entscheidungen herbeiführen oder auch einfach mal sich die Sorgen der Mitarbeiter anhören. Ich weiß, das ist ne sehr allgemeine Antwort, aber es ist in der Regel genau das.
›Programmierst du als Führungskraft überhaupt noch selbst?
Nicht so oft, wie ich gerne wollte, aber so ist nun mal der Lauf der Dinge. Das ist schon okay so. Programmieren tut heutzutage ja eh der “Agent” ;)
›Warum entwickelt ein Freizeitpark seine Software selbst, statt sie einzukaufen?
Ich glaube, der Europa-Park hatte seit jeher einen Wettbewerbsvorteil durch eigenentwickelte Software. Damals in den 80ern und 90ern blieb ihm nichts anderes übrig, aber dadurch sind auch Prozesse geschaffen worden, von denen unsere Gäste am Ende direkt profitieren und die mit Standardsoftware nicht immer optimal umsetzbar sind. Der Europa-Park ist wie eine kleine Stadt. Das ist nicht die Metallbranche oder ein Automobilzulieferer. Bei uns gibts alles. Von der 2-Sterne-Gastronomie über Achterbahnen und Artistik-Shows bis hin zu aufwändigen VR-Installationen ist unser Business so heterogen, wie es nur sein kann. Da versagt Standardsoftware in der Regel relativ schnell. Das machts aber auch so spannend :)
›Was ist der MackOne Account?
Das ist der zentrale Anmeldeservice für die meisten (und in Zukunft hoffentlich für alle ;)) digitalen Angebote des Europa-Park Erlebnis-Resorts und war mein erstes “Projekt”, das ich im Europa-Park umsetzen durfte. Noch vor Gründung meines heutigen Teams :)
›Was ist „Ecki“ und wie setzt ihr KI in der Entwicklung ein?
Ecki ist aktuell unser interner KI-Assistent, den wir zusammen mit einem Dienstleister und Entwicklern aus meinem Team entwickeln. Dafür haben wir unsere eigene KI-Plattform aufgebaut, auf der zukünftige “Gen-AI”-Use-Cases entwickelt werden können, und wir bauen das dafür notwendige Know-how direkt bei uns mit internen Kräften auf. Selbstverständlich hat auch bei uns in der Entwicklung KI vieles verändert. Hier experimentieren wir mit verschiedenen Agenten wie Claude Code, Codex oder auch Open-Source-Alternativen wie OpenCode. Wir nutzen heutzutage viele eigenentwickelte Skills und Workflows, um unsere Codebasis mit KI-Agenten vernünftig weiterentwickeln zu können, und setzen Agenten auch in der Qualitätssicherung ein.
›Warum Hybrid-Cloud mit GCP und STACKIT?
Gute Frage! Wir sind der Europa-Park, also war es uns wichtig, ein europäisches Unternehmen wie STACKIT bei seinen Bemühungen, eine souveräne Cloud aufzubauen, zu unterstützen. Google Cloud haben wir bei verschiedenen Systemen im Einsatz, die eben schon vor STACKIT gewachsen sind.
›Was bedeutet „Flucht nach vorne“ für dich?
Es kommt immer mal wieder im Leben vor, dass man von etwas genervt ist, auf etwas keinen Bock hat oder vielleicht sogar mal frustriert von etwas ist. Für mich sind das völlig legitime Zustände, aber am Ende ist es immer wieder wichtig, die Ärmel hochzukrempeln und es anzugehen, weil wenn du nichts tust, wird garantiert nichts besser. Ich motiviere mich am Ende dann doch immer wieder dazu, nicht aufzugeben und Gas zu geben! Im Japanischen gibt es hierzu zwei Wörter bzw. Sprichwörter (ich spreche kein Japanisch :D), die eigentlich genau das aussagen, was mir wichtig ist: “Ganbaro” -> “Lass uns unser Bestes geben!” & “Shoganai” -> “Da kann man nichts machen”. Es geht nicht in die negative Richtung “Da kann man nichts machen, also akzeptiere ich es nun halt und wende mich ab”, sondern es ist positiv konnotiert nach dem Motto: “Ich kann dies nun nicht ändern, weil es nicht in meiner Macht steht, aber ich habe andere Hebel, die ich in Bewegung setzen kann, und das will ich nun bestmöglich tun”.
›Worauf achtest du, wenn du neue Leute fürs Team suchst?
Vor allem auf das Mindset und die Einstellung, welche die Leute mitbringen. Ich suche Macher, die Bock haben, was zu verändern, und bereit sind, dafür auch was zu leisten. Das Handwerk des Software-Engineers kannst du lernen und die notwendigen Werkzeuge können wir dir geben, aber wenn dein Mindset nicht passt, wirst du nie erfolgreich sein, und wenn der Mitarbeiter nicht erfolgreich ist, ist es das Unternehmen auch nicht.
›Bist du offen für Jobangebote, Freelance-Anfragen oder Vorträge?
Grundsätzlich bin ich immer offen für alles, aber ich liebe auch, was ich aktuell tue ;) Trotzdem freue ich mich über jede Anfrage.
›Wie ist diese Website entstanden?
Durch Claude Code und weil ich einfach Lust drauf hatte. Ich wollte ne Plattform für mich, wo ich über Sachen schreiben kann, die mich bewegen, und da ich Social Media nicht mag, hab ich diesen klassischen Weg gewählt :)
HOBBY://Hobby
›Wie bist du zum Flippern gekommen?
Durch meine frühere Leidenschaft für Licht- und Lasertechnik habe ich während meines Studiums als Werkstudent bei der Firma Medialas in Balingen gearbeitet, welche Showlaser-Projektoren gebaut hat. Mein damaliger Chef hatte einen Williams Demolition Man (großartiger Flipper!) dort im Showroom stehen, an dem ich dann immer nach Feierabend geflippert habe.
›Warum warst du fast 13 Jahre raus aus dem Hobby – und was hat dich zurückgebracht?
Puh. Ich hatte damals meinen ersten Flipper gekauft (einen Judge Dredd) und auch restauriert. Meine damalige Freundin wollte dann aber in Urlaub und ich hatte als Student keine Kohle, also musste der Flipper dran glauben und ich hab ihn verkauft, und irgendwie ist das dann durch diverse Jobwechsel und Konzentration auf die Karriere dann so bissle im Sande verlaufen. Die Faszination war aber nie weg. Es stand nur iwie nie zur Debatte, wieder einen eigenen Flipper zu kaufen, und während Corona sind die Preise ja dann so krass explodiert. Und trotzdem hats mich dann wieder erwischt, und witzigerweise ist meine heutige Freundin und Verlobte daran selber schuld, da sie mir einen Adventskalender geschenkt hat, in dem man aus Pappe einen Flipper bauen musste in 24 Tagen ;) Zu Weihnachten hab ich mir dann einen Johnny Mnemonic geholt und auch wieder restauriert :)
›Wie viele Flipper stehen bei dir zu Hause?
Aktuell 2 echte (Barrels of Fun “Dune” und ein Stern “John Wick” Premium) und mein selbst gebauter VPIN. Zusätzlich stehen ein Sega “Starship Troopers” sowie ein Williams “Johnny Mnemonic” im Flippermuseum in Eschbach, gehören aber mir. In Restauration befindet sich aktuell noch ein High Speed… Eieieieie…. Das wurde iwie schnell viel….
›Welcher ist dein Lieblingsflipper?
Dune und Judge Dredd. Der Judge Dredd sicherlich, weil es mein erster eigener Flipper war, und der Dune ist einfach wie der Film audiovisuell ein absoluter Knaller. Ich würde sogar so weit gehen, dass für mich der Dune der beste Flipper aller Zeiten geworden ist. Das Thema ist perfekt umgesetzt und er macht einfach sau viel Spaß beim Spielen und wird nicht langweilig.
›Was ist das Flippermuseum Eschbach und was machst du dort?
Das Flippermuseum in Eschbach ist ein Verein von anderen Verrückten, die so ticken wie ich. Komischerweise gehöre ich dort aber zu den Jüngsten, hehe :D Ich bin dort Mitglied, es stehen Flipper von mir dort und ich liebe es einfach, an Dingern dort rumzuschrauben, zu reparieren und zu modden sowie mich mit Gleichgesinnten zu unterhalten.
›Echter Flipper oder Virtual Pinball?
Ganz klar: Echter Flipper. Man kann zwar mittlerweile viel machen bei den virtuellen Flippern, aber das echte Feeling inkl. echter Physik können sie leider nicht ersetzen.
›Reparierst oder restaurierst du auch Flipper für andere?
Bisher hat nie jemand gefragt :D In der Regel ist das wirtschaftlich aber schwer machbar für den potentiellen “Kunden”. Ich hab aber schon Sachen gemacht wie bspw. das Spielfeld von einem Eight Ball Deluxe fürs Flippermuseum. Wenn du ein Projekt hast oder Hilfe brauchst: Melde dich halt mal. Man kann sicher über vieles reden.
›Ich will mir meinen ersten Flipper kaufen – worauf sollte ich achten?
Uff…. Flipper sind sehr teuer. Auch die alten, und es wird viel betrogen und gelogen… Wie bei allen teuren Spielzeugen. Ich würde dir empfehlen, bei uns im Flippermuseum (oder einer ähnlichen Lokalität in deiner Nähe) vorbeizukommen und mit Leuten zu sprechen, die sich auskennen und schon länger im Hobby sind. Das Flippermarkt-Forum ist sicherlich auch immer ein guter Anfangspunkt, um ins Hobby reinzuschnuppern. Wenn du dir einen neuen Flipper kaufen willst und das nötige Kleingeld hast, geh zu einem Händler wie Freddy’s Pinball Paradise oder Pinball Universe oder RS-Pinball und spiele möglichst viele Flipper, um herauszufinden, welcher dir gefällt.
›Wo bekommt man Ersatzteile für alte Flipper her?
Es gibt im Internet diverse Fachshops wie Pinwitch, PU-Parts, Freddy’s Pinball Paradise usw. oder halt im Flippermarkt-Forum.
›Welchen 3D-Drucker und welche CAD-Software nutzt du?
Ich nutze FreeCAD und habe einen Bambu Lab P1S.
›Stellst du deine 3D-Modelle und Mods zur Verfügung?
Ja, wenn es sinnvoll ist, lade ich sie auf Thingiverse hoch (Bsp. meine Stern-Apron-Beleuchtung). Ansonsten fragen und ich stelle gerne alles bereit (und lade es dann hoch).
›Was hat es mit den FPV-Drohnen auf sich?
Einfach ein weiteres Hobby von mir. Zugegeben war das vor meiner Flipperzeit. Es ist sehr eingeschlafen aktuell, aber grundsätzlich hats mir Spaß gemacht, die Copter zu bauen und zu fliegen.
›Was hat es mit dem Leguan im Logo auf sich?
Hehe, gute Frage. Sagen wir so: Es hat was mit meiner Freundin zu tun. Sie sagt mir oft, ich schaue wie ein Leguan. Ich fand das irgendwie charmant als Logo.