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In Arbeit Januar 2025

michaelschempp.de — Persönliche Website mit Astro & Claude Code

Wie ich in ~16 Stunden eine zweisprachige persönliche Website gebaut habe — und dabei Claude Code als echten Entwicklungspartner kennengelernt habe.

AstroClaude CodeAITailwind CSSPersonal Website
Die Landing Page — zwei Welten, ein Einstieg.

Motivation

Ich wollte schon lange eine persönliche Website — einerseits als digitalen Lebenslauf, andererseits als Platz, um meine Hobbies zu zeigen und über Dinge zu schreiben, die anderen vielleicht auch helfen. Flipper-Restaurierung, Modding, 3d Druck etc. — das gehört genauso zu mir wie Softwarearchitektur und Engineering Leadership.

Gleichzeitig wollte ich Claude Code endlich in der Praxis kennenlernen, nicht nur in der Theorie. Ein eigenes Website-Projekt schien der ideale Rahmen: überschaubar genug, um den Fokus auf das Werkzeug zu legen — aber komplex genug, um echte Designentscheidungen zu treffen.

Eine Website, zwei Welten

Eine Herausforderung war das grundsätzliche Konzept: zwei völlig unterschiedliche Bereiche unter einer Domain.

  • PRO:// — Software-Architekt, Engineering Lead, Cloud-native Systeme
  • HOBBY:// — Flipper & Elektronik, Retro, 3d-Druck, Gaming
Der PRO-Bereich — Cyan als Akzentfarbe, klare Struktur.

Claude Code hat diese Domäne bemerkenswert schnell verstanden. Nach meiner Beschreibung “retro 80s arcade vibe, aber professionell und nicht zu verspielt” entstand ein Design-System mit zwei Farbwelten: Cyan für den professionellen Bereich, Magenta für die Hobby-Seite. Kein stundenlanger Designprozess, sondern ein iteratives Gespräch.

Claude Code als Entwicklungspartner

Was mich am meisten beeindruckt hat: die Geschwindigkeit, mit der das Grundgerüst stand — inklusive i18n (Deutsch/Englisch), Content Collections, Routing und Design-System. Dinge, für die ich alleine ehrlicherweise deutlich länger gebraucht hätte.

Aber ich habe auch schnell gelernt: Context ist alles. Claude Code liefert nur dann wirklich gute Ergebnisse, wenn man ihm den richtigen Kontext gibt. Inspiriert von Matt Pocock’s Skills-Ansatz habe ich begonnen, wiederverwendbare Skills für Claude Code zu nutzen — kleine, fokussierte Prompts, die als Werkzeuge in der Entwicklung eingesetzt werden können.

Ein Beispiel ist der grill-me-Skill, den ich für diesen Post hier selbst auch eingesetzt habe:

---
name: grill-me
description: Interview the user relentlessly about a plan or design
  until reaching shared understanding, resolving each branch of the
  decision tree.
---

Interview me relentlessly about every aspect of this plan until we
reach a shared understanding. Walk down each branch of the design
tree, resolving dependencies between decisions one-by-one.
For each question, provide your recommended answer.

Ask the questions one at a time.

If a question can be answered by exploring the codebase,
explore the codebase instead.

Statt einfach drauflos zu schreiben, hat Claude Code mich systematisch befragt — über Motivation, Tonalität, Struktur, Bilder — und so sichergestellt, dass der Post meinen tatsächlichen Erfahrungen entspricht.

Aufwand und Ergebnis

Insgesamt habe ich etwa 16 Stunden investiert — verteilt über mehrere Abende und Wochenenden. Darin enthalten sind auch Iterationen am Content, mehrfache Anpassungen am Lebenslauf und das Schreiben erster Blogposts ohne KI-Unterstützung.

Das Ergebnis: eine vollständige, zweisprachige Website mit eigenem Design-System, Content Collections und CI/CD-Deployment.

Tech Stack

TechnologieEinsatz
Astro 6Static Site Generator, Routing, i18n
Tailwind CSS v4Styling via Vite-Plugin
Content CollectionsMarkdown-basierter Content mit Typsicherheit
Claude CodeEntwicklungspartner, Code-Generierung, Skills

Was ich mitgenommen habe

Engineering ist nicht tot. Der Unterschied zwischen “Claude Code generiert irgendwas” und “Claude Code liefert genau das, was ich will” ist guter Kontext und die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu beurteilen und zu steuern.

Gleichzeitig: Selbst bei einem so überschaubaren Projekt wie einer persönlichen Website lassen sich echte Wow-Momente erzeugen — dann, wenn KI-Unterstützung nicht als Abkürzung, sondern als Werkzeug im Workflow eingesetzt wird.

Die nächsten Schritte mit Claude Code werden komplexere Anwendungen sein — um zu sehen, wie echtes agentisches Engineering bei nicht-trivialem Scope aussieht. Es gibt noch viel zu lernen für mich.